Denkmalschutz: Berlusconi-Villa in Porto Rotondo
Der italienische Ministerpräsident ist in den letzten Wochen heftig unter Druck geraten. Auslöser hierfür ist ein von der Edel-Prostituierten Patrizia D´Addiario ausgelöster Sex-Skandal, in dessen Mittelpunkt die als Sommerresidenz des Politikers genutzte Villa in Porto Rotondo auf Sardinien steht. Den Aussagen der Prostituierten zufolge will sie im vergangenen November eine Nacht mit Berlusconi in der Villa auf Sardinien verbracht haben. Als wäre die Angelegenheit nicht ohnehin schon peinlich genug, droht Berlusconi nun nach neuen Enthüllungen über das Treiben in Porto Rotondo nun auch Ärger mit der italienischen Justiz und dem nationalen Denkmalschutz.
Denkmalschutz: Berlusconi-Villa in Porto Rotondo
Datum: 27.07.2009
In einem aufgezeichneten Telefonat zwischen Berlusconi und D´Addiario hat der Ministerpräsident damit geprahlt, dass sich im Garten seiner Villa in Porto Rotondo 30 Gräber aus der Phönizier-Zeit (3. Jahrhundert vor Christus) befänden. Diese Aussagen haben nun den italienischen Denkmalschutz auf den Plan gerufen, da diesem über die angeblichen Phönizier-Gräber auf Sardinien keine Mitteilung erstattet worden war, trotz entsprechender Meldepflicht. Theoretisch sieht das Gesetz für einen solchen Verstoß gegen sie Meldepflicht Freiheitsstrafen bis zu einem Jahr vor. Eine Behördensprecherin kündigte nun eine intensive Kontrolle von Berlusconis Villa in Porto Rotondo an.
Porto Rotondo ist einer der beliebtesten Badeorte auf Sardinien und liegt in der Provinz Olbia-Tempio. Nicht nur Silvio Berlusconi verbringt den Sommerurlaub in seiner Villa auf Sardinien, sondern auch zahlreiche Touristen schätzen die exponierte Lage der Hotels und Ferienwohnungen in Porto Rotondo.