Monteponi
Unterkünfte in Monteponi
Monteponi zwischen Bergbaugeschichte und Wegen
Monteponi verbindet eindrucksvolle Zeugnisse des sardischen Bergbaus mit Wegen durch die historische Landschaft. Besonders anschaulich wird dieser Charakter an der Villa Bellavista: Das Gebäude besitzt einen U-förmigen Grundriss, drei oberirdische Geschosse und ein Untergeschoss. Hinter der Villa liegen Panoramawege, von denen sich Ausblicke auf die Umgebung und das Bergbaudorf Monteponi öffnen. So beginnt die Erkundung nicht nur in den unterirdischen Anlagen, sondern auch in der gebauten und landschaftlichen Umgebung des Ortes.
Palazzi, Schächte und die Geschichte der Mine
Der Palazzo Bellavista wurde nach Jahren des Leerstands infolge des Endes der Bergbauaktivitäten restauriert und der Allgemeinheit zurückgegeben. Heute ist er eine Außenstelle der Universität Cagliari. Die Mine Monteponi selbst wetteiferte mit der zeitgleichen Mine Montevecchio um den Spitzenplatz unter den Bergbauproduzenten des jungen Königreichs Italien. Eine private Eisenbahn verband die Förderanlagen der Mine mit einer Hafenanlage bei Portoscuso. Diese war dem Präsidenten Baudi di Vesme gewidmet und wurde Porto Vesme genannt.
Unter Tage führt die Geschichte in die Galleria Villamarina. Sie wurde 1852 auf 174 Metern über dem Meeresspiegel ausgehoben und verband die beiden Hauptschächte Pozzo Sella und Pozzo Vittorio Emanuele. Pozzo Sella entstand zwischen 1872 und 1874, um Wasser abzuleiten, das den Abbau der Mineralien behinderte. Das äußere Bauwerk wurde später für technische Einrichtungen des Bergwerks genutzt, darunter eine mechanische Werkstatt, Schmieden und eine Schreinerei. Zum Entwässerungssystem der Mine gehörte außerdem eine originelle, fast 6 Kilometer lange Abflussgalerie, die von Pozzo Vittorio bis zum Strand von Fontanamare verlief.
Führungen und praktische Orientierung
Eine Führung durch die Galleria Villamarina dauert etwa 50 Minuten. Der Rundgang verläuft ebenerdig auf einem relativ gleichmäßigen unbefestigten Untergrund. Für Führungen durch die Foresteria von Monteponi gilt dagegen eine klare Vorgabe: Sie werden ausschließlich nach vorheriger Reservierung durchgeführt und vom Cissa betreut. Diese unterschiedlichen Besuchsformate sollten Sie bei Ihrer Planung berücksichtigen, wenn Sie die Bergbauanlagen und die historischen Gebäude näher kennenlernen möchten.
Wanderwege ab Monteponi
Monteponi ist auch mit dem Cammino Minerario di Santa Barbara verbunden. Die erste Etappe erreicht die Piazzetta di Monteponi; dort befindet sich die der heiligen Barbara gewidmete Kirche. Von der Palazzina Bellavista führt die Etappe auf einer unbefestigten Piste weiter. Eine andere Möglichkeit bietet der Wanderweg D-313: Er beginnt in Monteponi und führt mit einem Zwischenhalt am Monte Scorra nach Nebida. Damit lassen sich die Bergbaugeschichte und das Wandern in unterschiedlichen Formen miteinander verbinden, ohne die historischen Schauplätze voneinander zu trennen.
Die Mine Monteponi ist über die Via Cattaneo am Ende des bebauten Gebiets von Iglesias entlang der SS 126 erreichbar. Für Ihre weitere Recherche können Sie außerdem Iglesias, Porto Pinetto, Piscinas, Nuxis, Santadi, Calasetta, Domusnovas und Portoscuso erkunden.
Weitere Ziele zur Recherche: Iglesias, Porto Pinetto, Piscinas, Nuxis, Santadi, Calasetta, Domusnovas, Portoscuso.
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