Sardara
Unterkünfte in Sardara
Sardara verbindet archäologische Zeugnisse, sakrale Kunst und eine bis in die römische Zeit zurückreichende Thermalgeschichte. Wer einen Ort mit unterschiedlichen historischen Ebenen sucht, findet hier konkrete Anknüpfungspunkte: Ausstellungen im Ortszentrum, einen heiligen Brunnen, Kirchen mit bemerkenswerter Ausstattung und das Tal von Santa Maria de is Acquas mit seinen thermomineralischen Quellen.
Archäologie im historischen Ortszentrum
Das Civico Museo Archeologico Villa Abbas liegt an der Piazza Libertà im historischen Zentrum von Sardara. Es ist in einem restaurierten Gebäude aus dem Jahr 1914 eingerichtet. Die 1997 eröffnete Ausstellung erstreckt sich über zwei Etagen und acht Säle. Inhaltlich führt sie von der Vor- und Nuraghenzeit über die punische sowie die römische Epoche bis zum Mittelalter. Dadurch lässt sich die Geschichte Sardaras nicht auf eine einzige Epoche reduzieren, sondern als zeitliche Abfolge verschiedener Kulturen betrachten.
Die zweite Ausstellungshalle zeigt ein nuraghisches Dorf und den heiligen Brunnen, die neben der Kirche Santa Anastasia entdeckt und später wissenschaftlich ausgegraben wurden. Der heilige Brunnen von Santuario di Sant'Anastasia besitzt eine runde Kammer mit einem falschen Kuppelgewölbe. Eine Treppe führt zu ihm; geschützt wird sie durch einen mit Steinplatten gedeckten Korridor. Für Sie entsteht damit ein besonders anschaulicher Zugang zur Nuraghenzeit, der archäologische Formen und den konkreten Ort miteinander verbindet.
Quellen, Thermen und Landschaft
Das Tal von Santa Maria de is Acquas besitzt fünf thermomineralische Quellen. Durch das Tal fließt der Rio Sacer, während es von Nuraghen umgeben ist. Auch die antiken Aquae Neapolitanae gehören zur Geschichte Sardaras: Das Gebiet bewahrt die Geschichte eines römischen Thermalkomplexes, der mit den dortigen Thermalquellen verbunden war. Die Quellen wurden in römischer Zeit therapeutisch genutzt.
Kirchenkunst und historische Kontraste
Die Kirche San Gregorio Magno stammt aus den ersten Jahrzehnten des 14. Jahrhunderts und gilt als bemerkenswertes Beispiel für den Übergang von der Romanik zur Gotik. Im Inneren befinden sich Estofado-de-Oro-Holzskulpturen, eine Orgel aus dem 18. Jahrhundert sowie das Retabel mit Holzaltar der Madonna d’Itria aus dem 18. Jahrhundert. Damit ergänzt die Kirche die archäologischen Themen um mittelalterliche Baugeschichte und sakrale Kunst. Auch das Castello di Monreale steht für eine doppelte historische Funktion: Es diente sowohl als Militärfestung als auch als königliche Residenz.
Verkehrslage und passender Reisezeitpunkt
Die SS 131 streift Sardara und ist die wichtigste Verkehrsader Sardiniens. Das archäologische Gebiet liegt im historischen Ortszentrum, sodass die geografische Orientierung zwischen Verkehrslage und den historischen Themen des Ortes klar bleibt. Wenn Sie Sardara rund um ein lokales Ereignis erleben möchten, bietet das Fest Santa Maria de is Aquas einen genau bestimmbaren Termin: Es beginnt am vorletzten Montag im September und dauert vier Tage.
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