Mamoiada entdecken
Unterkünfte in Mamoiada
Kultur, Masken und archäologische Spuren
Mamoiada verbindet lebendige Maskentradition mit einer ungewöhnlich dichten Folge kultureller und archäologischer Themen. Ein zentraler Anlaufpunkt ist das Museo delle Maschere Mediterranee. Es vergleicht die rituellen Künste der Barbagia mit Maskentraditionen aus dem weiteren Mittelmeerraum und zeigt vollständige Masken sowie Trachten der Mamuthones und Issohadores aus Mamoiada. Eine Multivision auf großen Bildschirmen vermittelt außerdem die Verbindung der Gemeinde zum Ritus dieser beiden Figuren.
Eine andere Perspektive eröffnet das Museo dell'Archeologia e del Territorio di Mamoiada, MATer. Es widmet sich dem archäologischen Erbe Mamoiadas und dokumentiert Menhire, Nekropolen, Nuraghen und Siedlungen. Der interaktive multimediale Rundgang erstreckt sich über drei thematische Räume. Das Museumssystem von Mamoiada bietet Führungen auf Italienisch, Englisch, Französisch und Spanisch an. Damit lassen sich die kulturellen Schwerpunkte auch dann unterschiedlich erkunden, wenn Sie die Reise mit mehreren Generationen oder verschiedenen Interessen planen.
Die Mamuthones zwischen Museum und Festtradition
Beim Karneval von Mamoiada treten die Mamuthones und Issohadores beim Fest des heiligen Antonius zwischen dem 16. und 17. Januar, am Karnevalssonntag und am Faschingsdienstag auf. Nach der Einkleidung ziehen die Mamuthones in Gruppen von zwölf Personen durch Mamoiada, während die Issohadores in Gruppen von acht Personen auftreten. Ergänzend führt die Erfahrung „La Culla dei Mamuthones e Issohadores“ in einen historischen Sitz, in dem Trachten, Instrumente und Accessoires der Maskentradition aufbewahrt werden.
Auch einzelne Zeugnisse der älteren Geschichte sind bemerkenswert konkret. Die Stele Boeli beziehungsweise Sa Perda Pintà ist mit konzentrischen Kreisen um eine zentrale Schälchenmarkierung verziert. Eine gerade Ritzung durchschneidet die Kreise und endet in einem hakenförmigen Fortsatz; hinzu kommen 23 weitere Schälchenmarkierungen. Die Nekropole von Istevéne besteht aus sechs künstlich angelegten Hypogäen, die örtlich als Concheddas bezeichnet werden.
Wege durch Anhöhen, Weinberge und Geschichte
In den Anhöhen Mamoiadas verlaufen „sentieri dei pastori“, ehemalige Wege der Transhumanz, die heute als Trekking- und Mountainbike-Routen genutzt werden. Die Mamoiada Experience verbindet urbane Trekkingrouten mit Ausflügen durch Weinberge und anschließenden Weinverkostungen in einer Kellerei. So stehen bei der Reiseplanung nicht nur einzelne Sehenswürdigkeiten zur Auswahl, sondern auch unterschiedliche Formen, den Ort zu erleben: zu Fuß durch den Ort, auf historischen Wegen oder als Verbindung von Landschaft und Wein.
Die archäologische Prägung setzt sich außerhalb der Museen fort. Im Gebiet von Mamoiada gibt es 32 Nuraghen, darunter Arràilo. Zusammen mit Spuren von Siedlungen und Gigantengräbern prägen sie die fruchtbareren Flächen. Zur Nekropole von Istevéne führt der Zugang vom Dorf aus über die SS 389 in Richtung Fonni etwa 3 km bis zu einer Ausweichstelle. Anschließend folgt ein leicht ansteigender Weg zu den ersten Domus de Janas.
Wein als Teil des Ortes
Die Erfahrung „Mamoiada – Rinascere con il Vino“ umfasst die Verkostung von drei ausgewählten Gläsern Wein aus lokalen Produktionskellereien. Zugleich vermittelt sie Weinbereitungstechniken durch die direkte Schilderung eines Winzers beziehungsweise Produzenten. Die Cantina Giuseppe Sedilesu ist Teil der Strada del Vino Cannonau. Wer eine Unterkunft in Mamoiada sucht, kann die eigene Standortwahl daher am gewünschten Tagesrhythmus ausrichten: Museum und Maskentradition, archäologische Entdeckungen, Wege durch die Anhöhen oder Weinverkostungen setzen jeweils andere Schwerpunkte, bleiben aber thematisch eng mit dem Ort verbunden.
Weitere Ziele für Ihre Reiseplanung
Wenn Sie Mamoiada mit weiteren Orten vergleichen möchten, finden Sie hier Fonni, Irgoli, Santa Lucia, Nuoro, Sorgono, Orotelli, Galtellì und Talavà.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Nuoro.