Magomadas – Nuraghen, Wein und weite Küstenblicke
Unterkünfte in Magomadas
Magomadas verbindet eine ausgeprägte Weinlandschaft mit historischen Spuren und weiten Blicken über das Tal von Modolo bis zur Küste. Sie können hier zwischen alten Gassen, nuraghischen Monumenten, Aussichtspunkten und einer regionalen Weintradition unterschiedliche Seiten Sardiniens kennenlernen. Auch für Familien, die ihre Tage abwechslungsreich zwischen Landschaft, Geschichte und besonderen Ortsentdeckungen gestalten möchten, bietet der Ort viele konkrete Anknüpfungspunkte.
Weinlandschaft und Ausblicke
Sa Costa ist ein touristischer Aussichtspunkt mit Blick auf das Tal von Modolo und das Gebiet der Gemeinde Bosa. Noch weiter reicht das Panorama von der Spitze des Nuraghe Lorio und vom Belvedere Santu Nigola: Von dort ist ein Küstenabschnitt vom Gebiet von Cuglieri bis zu den Grenzen zwischen Bosa und Alghero zu sehen. Das Umfeld von Magomadas gilt als Landschaft mit hellen Stränden, rauen Klippen und unberührten, tiefblauen Gewässern.
Die Landschaft rund um Magomadas ist überwiegend der Erzeugung von Weinen gewidmet, die zum D.O.C.-Gebiet der Malvasia di Bosa gehören. In der Enoteca della Malvasia di Bosa lässt sich diese lokale Weintradition bei Verkostungen regionaler Weine näher kennenlernen. Im historischen Zentrum wechseln sich alte Häuser und enge, ineinander verschlungene Gassen ab. Dadurch liegen Naturerlebnis, Ortsbild und kulinarische Entdeckung als unterschiedliche Schwerpunkte nebeneinander.
Nuraghen und archäologische Spuren
Der Nuraghe Andula ist ein kreisförmiges, eintürmiges Monument mit einem Umfang von etwa 37 Metern. Erhalten sind drei Reihen mittelgroßer Basaltblöcke. Für Menschen mit eingeschränkter Mobilität ist der Nuraghe Andula nicht zugänglich; diese Einschränkung gehört zur Orientierung bei der Auswahl der besuchten Orte.
Der Nuraghe Oladolzu liegt erhöht über dem Tal von Modolo und der Küste. Seine Lage weist auf eine strategische Funktion hin. Zugleich gibt es Hinweise auf eine Nutzungskontinuität vom Nuraghenzeitalter, einschließlich der späten und endenden Bronzezeit sowie möglicherweise der ersten Eisenzeit, über die punische, die republikanische und die kaiserzeitliche römische Epoche bis in das Mittelalter und die Neuzeit. Der Ort steht damit für eine lange Folge historischer Nutzungen, ohne dass sich daraus eine einheitliche Epoche ableiten lässt.
Der Nuraghe Sebes ist das einzige teilweise erhaltene Monument aus der Bronzezeit in der Umgebung. Er gilt vorläufig als einturmiger Tholos-Nuraghe und beherrscht das Tal von Modolo. Über die Straße nach Modolo erreichen Sie ihn kurz außerhalb des Ortes links, oberhalb des kommunalen Wasserbehälters. In der Località Puttu befinden sich außerdem die heute nur noch teilweise sichtbaren Überreste eines nuraghischen Brunnentempels. Der Bau ist in verfeinerter isodomischer Mauertechnik ausgeführt; zahlreiche Blöcke des Sakralbaus liegen nahe einem neueren Brunnen, der den antiken ersetzt hat.
Ortsgeschichte und Feste
Zur historischen Seite von Magomadas gehört auch die Chiesa di Santa Croce, die aus dem späten 14. oder frühen 15. Jahrhundert stammt. In der dritten Maiwoche und in der dritten Augustwoche finden zwei Feierlichkeiten mit Prozessionen und Konzerten auf dem Platz statt. Diese Termine setzen einen saisonalen Akzent im Ortsleben und ergänzen die stilleren Entdeckungen zwischen Gassen, Kirchen und archäologischen Monumenten.
Orientierung für die Anreise und weitere Orte
Magomadas ist über die SS292 erreichbar; die Ausfahrt liegt auf Höhe des Kilometers 76. Für Ihre weitere regionale Recherche finden Sie außerdem Putzu Idu, Nughedu Santa Vittoria, Modolo, Cuglieri, Silì, Ales, Sedilo und Pau.
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