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Paulilatino zwischen Nuraghen, Heiligtümern und regionaler Küche

Unterkünfte in Paulilatino

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Paulilatino verbindet eine außergewöhnliche Dichte archäologischer Zeugnisse mit lebendiger religiöser Tradition und einer eigenständigen lokalen Küche. Der Ort nimmt den südlichen Teil des Basaltplateaus von Abbasanta ein und verfügt über 110 nuragische Fundstätten. Besonders eindrucksvoll ist Santa Cristina: Hier treffen ein Heiligtum aus der Bronzezeit, eine ländliche Kirche, Pilgerhäuser und bis heute gepflegte Festtraditionen aufeinander.

Santa Cristina: Heiligtum und Pilgerort

Der Tempel mit dem heiligen Brunnen von Santa Cristina stammt aus dem 12. Jahrhundert v. Chr. Der archäologische Park umfasst den nuragischen heiligen Brunnen mit einer Versammlungshütte, einer Einfriedung und kleineren Hütten. Der Brunnen selbst besteht aus einem Vestibül, einer Treppe und einer Kammer mit Tholos-Gewölbe; umgeben ist er von einer heiligen Einfriedung in Schlüssellochform. Zu den Tagundnachtgleichen im März und September fällt das Sonnenlicht durch den Treppenschacht bis zum Wasser und beleuchtet den Boden des Brunnens.

Von der Kirche Santa Cristina führt ein Weg zum etwa 50 Meter entfernten Nuraghe Santa Cristina. Der einfache, kreisförmige Nuraghe besitzt einen einzelnen Turm aus dem 16. Jahrhundert v. Chr. Die ländliche Kirche Santa Cristina wurde etwa im 13. Jahrhundert von kamaldulensischen Benediktinermönchen errichtet. Ihr Umfeld bewahrt außerdem die Erinnerung an die gemeinschaftliche Seite des Pilgerwesens: Im Innenhof der Cumbessias teilten Pilger Mahlzeiten, Gesänge und Gebete. Während der Festzeiten im Mai und Oktober werden die Cumbessias von Eigentümern oder Gläubigen wieder geöffnet. Die 36 Muristenes neben Santa Cristina beherbergen während der Novenen weiterhin Pilger.

Auch der Festkalender gehört zum Charakter des Ortes. Das Fest zu Ehren der heiligen Cristina findet am zweiten Sonntag im Mai statt. Wer Paulilatino zu diesem Anlass besucht, erlebt Santa Cristina im Zusammenhang mit einer bis heute sichtbaren religiösen Überlieferung, statt die Stätte nur als archäologisches Monument zu betrachten.

Weitere archäologische Spuren rund um Paulilatino

Die archäologische Stätte von Goronna ist eine Nekropole mit vier oder möglicherweise fünf Gigantengräbern. Zwei dieser Gräber besitzen bogenförmige Stelen und sind noch in gutem Erhaltungszustand. Von der Ausfahrt Paulilatino der SS 131 gelangt man über die SP in Richtung Bonarcado nach etwa 1,7 Kilometern zu einer Parkbucht und anschließend über einen Fußweg auf das Basaltplateau. Eine weitere ungewöhnliche Station ist das Nuraghe Lugherras, das in punisch-römischer Zeit zu einem Heiligtum der Fruchtbarkeitsgöttinnen Demeter und Kore umgestaltet wurde.

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Für eine zusätzliche kulturelle Perspektive steht das Museum Palazzo Atzori. Es ist täglich von 9:00 bis 13:00 Uhr und von 15:00 bis 17:30 Uhr geöffnet. So lässt sich der Besuch archäologischer Orte mit einer festen Öffnungszeit im Ort verbinden, während Santa Cristina und Goronna ihre historischen Besonderheiten unmittelbar in der Landschaft zeigen.

Lokale Brote und Käse

Zur Eigenart Paulilatinos gehören auch traditionelle Lebensmittel. Mit dem Ort verbunden sind die Milchprodukte Caciotta, Dolce Paulese und Musinau, eine Art Pecorino. Bei den Brotsorten steht Su coccoi de tzicchi für den Alltag, während Su lazzaru zu den Broten für Festtage zählt. Diese Unterschiede zwischen täglicher Küche und festlicher Tradition ergänzen das Bild eines Ortes, dessen Geschichte nicht nur an Bauwerken und Ausgrabungsstätten sichtbar wird.

Weitere Orte entdecken

Wenn Sie von Paulilatino aus weitere Ziele in der Umgebung vergleichen möchten, finden Sie hier Cuglieri, Terralba, Cabras, Bonarcado, S'archittu, Bosa Marina, Bauladu und Baradili.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Oristano.

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