Oschiri – Lago Coghinas, Kultur und Landschaft in der Gallura
Oschiri liegt am Fuß des Monte Limbara in der Gallura und verbindet eine hügelige, gebirgige Landschaft mit mediterraner Vegetation und ausgedehnten Weideflächen. Der Ort ist damit eine interessante Wahl für alle, die Naturerlebnisse, archäologische Spuren und Kulturgeschichte nicht getrennt voneinander entdecken möchten. Zwischen dem Lago Coghinas, historischen Bauwerken und verschiedenen Routen entsteht ein abwechslungsreiches Bild Sardiniens.
Landschaft am Lago Coghinas
Der Lago Coghinas ist ein künstlicher See, der 1927 durch die Aufstauung des gleichnamigen Flusses entstand. Seine Umgebung ist von mediterraner Macchia, Steineichenwäldern und Korkeichenbeständen geprägt. Außerdem weist der See zahlreiche Vogelarten sowie aquatische Fauna auf. Dadurch steht hier nicht nur die Wasserfläche selbst im Mittelpunkt, sondern auch der Übergang zwischen See, Buschlandschaft und Wald.
Das erschlossene Ufer des Lago Coghinas erreichen Sie von Oschiri aus über die SS 392 in Richtung Tempio Pausania und weiter bis zur Brücke. Für die Orientierung zwischen Ort und See ist diese konkrete Zufahrt besonders relevant. Eine weitere Naturkulisse bietet Su Filigosu, eine Natur-Oase mit mediterraner Macchia und wildlebender Fauna.
Routen mit unterschiedlichen Distanzen
Wer die Umgebung entlang ausgewiesener Strecken erkunden möchte, findet mehrere Routen mit klar unterschiedlichen Längen. Die Route Puttu Iscia – Badde fustes alvos ist als 20 km lange Schotterstrecke ausgewiesen. Die Route Diga Coghinas – Bigalzu – Nuraconi ist 16 km lang, während die Route Filigosu – Tandalò 18 km umfasst.
Kirche, Museum und archäologische Zeugnisse
Ein prägender kulturgeschichtlicher Ort ist Nostra Signora di Castro. Die romanische Kirche wird in ersten schriftlichen Quellen aus den Jahren 1164 bis 1174 erwähnt und war bis 1503 Sitz einer Diözese. Ihre Einordnung reicht damit über ein einzelnes Bauwerk hinaus und verweist auf die historische Bedeutung des Ortes innerhalb der regionalen Kirchengeschichte.
Im MuseOs – Museo Civico Archeologico ed Etnografico ist die Geschichte des Gebiets in drei Abteilungen auf zwei Etagen gegliedert. Das Museum zeigt prähistorische, nuragische, römische, byzantinische und mittelalterliche Artefakte aus Fundstätten im Gebiet von Oschiri. Auf einer 600 Quadratmeter großen Ausstellungsfläche ergänzen Informationsbildschirme sowie Ton-, Dokumentar- und Videoinhalte die Präsentation. So lassen sich mehrere Epochen und Fundzusammenhänge an einem Ort betrachten.
Zu den archäologischen Zielen zählt außerdem die Nekropole Domus de Janas in der Ortschaft Malghesi. Sie umfasst 25 unterirdische Grabkammern und ergänzt den Museumsbesuch um ein Zeugnis prähistorischer Bestattungskultur. Der Felsaltar von Santo Stefano liegt in kurzer Entfernung vom historischen Zentrum von Oschiri und setzt einen weiteren Akzent in der örtlichen Kulturlandschaft.
Oschiri als Aufenthaltsort entdecken
Wenn Sie Ihren Aufenthalt in Oschiri planen, können Sie die verschiedenen Facetten des Ortes nach eigenem Schwerpunkt verbinden: den See mit seiner von Macchia und Eichen geprägten Umgebung, die ausgewiesenen Routen, die Natur-Oase Su Filigosu oder die kulturhistorischen Stationen im Ort und seinem Umfeld. Für die weitere Suche innerhalb dieser Auswahl finden Sie außerdem Palau, Tempio Pausania, Aggius, Tanca Manna, San Pasquale, Luogosanto, Vaccileddi und Olbia.
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