Mogoro entdecken: Webkunst, Feste und Nuraghen

In Mogoro können Sie sardische Kultur aus verschiedenen Blickwinkeln kennenlernen: über eine über Generationen bewahrte Teppichweberei, traditionsreiche Feste, archäologische Zeugnisse und besondere Erzeugnisse aus Bäckereien und Werkstätten. Dadurch eignet sich der Ort für eine Reise, bei der Sie kulturelle Entdeckungen mit unterschiedlichen Ausflugsanlässen verbinden möchten.

Webkunst als prägendes Thema

Die Geschichte der Weberei reicht in Mogoro weit zurück. Im Jahr 1835 gab es hier etwa 600 Webstühle, auf denen Leinen und Wolle gewebt wurden. In Mogoro wird außerdem eine über Generationen weitergegebene Tradition der sardischen Teppichweberei auf Webstühlen bewahrt. Zahlreiche Werkstätten weben sardische Teppiche und geben dieser Handwerksform im Ort einen konkreten Platz.

Mit der Fiera dell’Artigianato Artistico della Sardegna di Mogoro gibt es zudem eine eigene Veranstaltung rund um das Kunsthandwerk. Sie wurde 1961 gegründet. Zu ihr gehören kulturelle Veranstaltungen, Kunstevents, Tänze, Musik und Aufführungen. Damit ist die Fiera nicht nur mit handwerklicher Arbeit verbunden, sondern auch mit einem vielseitigen Veranstaltungsprogramm.

Feste mit Musik, Prozessionen und regionalen Bräuchen

Ein wichtiger Termin ist Santa Maria Cracaxia. Das Fest findet jedes Jahr am letzten Augustwochenende in der ländlichen Örtlichkeit statt, nach der die Madonna und die ihr gewidmete ländliche Kirche benannt sind. Zu den Feierlichkeiten gehört eine Prozession mit dem Bildnis der Madonna, Ochsen, Traktoren, festlich geschmückten Pferden, der Trachtengruppe von Mogoro und Frauen, die den Rosenkranz auf Sardisch singen.

Die Rückkehr der Heiligen nach Mogoro wird von Sa Torrad’ e Cracaxia begleitet. Dazu gehören Musik, Spiele, Straßenkünstler, geöffnete Geschäfte und Marktstände. Am Sonntagabend findet im Rahmen der Feierlichkeiten außerdem die Sagra del maiale in taccula statt. Wenn Sie Ihre Reise an einem solchen Fest ausrichten möchten, ist das letzte Augustwochenende der dafür ausdrücklich genannte Zeitraum.

Nuraghen und archäologische Bezüge

Cuccurada B ist ein komplexer Nuraghe, der auf einem ursprünglichen Korridorbau entstand. Das archäologische Areal von Cuccurada liegt etwa 2 km von der SS 131 entfernt und ist über die Abzweigung nach Mogoro erreichbar. Der Nuraghe Su Guventu ist ein weiteres markantes Bauwerk: Er ist einschiffig, besitzt eine äußere Verstärkung und steht auf einem natürlichen Felsvorsprung oberhalb des Ortes und der gesamten Hochebene.

Ortsbild und lokale Erzeugnisse

Auch im Ortsbild finden sich klare materielle Merkmale. Die älteren Gebäude in Mogoro verwenden schwarzen Basalt, weiße Fensterrahmen und Holztüren, die zu Innenhöfen führen. In traditionellen Bäckereien werden Civrasciu, Coccoi und Focaccia hergestellt. Eine spezialisierte Werkstatt verarbeitet Meeräscherogen zu Bottarga.

Für einen weiteren saisonalen Anlass steht Saboris Antigus: Diese Veranstaltung findet im April im historischen Zentrum von Mogoro statt. So können Sie bei der Wahl Ihrer Reisezeit zwischen dem im April genannten Termin und den Feierlichkeiten von Santa Maria Cracaxia am letzten Augustwochenende unterscheiden.

Weitere Orte für Ihre Recherche

Wenn Sie neben Mogoro auch andere Ziele vergleichen möchten, finden Sie hier weitere Orte: Scano Di Montiferro, Santu Lussurgiu, Bosa Marina, San Giovanni Di Sinis, Arborea, Magomadas, Tramatza und Silì.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Oristano.

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