Sagama entdecken: Kirchen, Nuraghen und Wege im Basaltland
Sagama verbindet eine Landschaft aus dunklem Basalt, Wäldern, Weinbergen und frischen Quellen mit einer ungewöhnlich vielseitigen Kulturgeschichte. Der Ort entstand in prähistorischer Zeit im fruchtbaren Tal Badde 'e Sagama. Wer eine Unterkunft in Sagama sucht, findet damit ein Reiseziel mit den Themen Natur, Sakralbauten, Nuraghen und historische Wege.
Landschaft und Anreise
Die Landschaft rund um Sagama wirkt besonders durch den Wechsel aus bewaldeten Flächen, Weinbergen und dunklem Basalt. Im Herbst ist dieses Gebiet mit seinen Quellen ein Ziel zahlreicher Pilzsucher. Das verleiht der Jahreszeit einen eigenen Schwerpunkt, während die geologischen und landwirtschaftlich geprägten Elemente das Landschaftsbild unabhängig davon bestimmen.
Sagama ist über verschiedene Abzweigungen der SS 292 erreichbar. Für die Anfahrt aus dem Montiferru dient die SP 21, aus der Region Marghine-Planargia die SP 34. Diese beiden Zufahrtsrichtungen geben eine konkrete Orientierung, wenn Sie Sagama mit unterschiedlichen Teilen der Umgebung verbinden möchten.
Kirchen und lebendige Traditionen
Der Bau der Chiesa di San Gabriele Arcangelo begann 1606 auf Grundlage eines Vertrags zwischen dem Rektor Anjoi und drei Steinmetzen aus Sassari. Das Gebäude besitzt ein einschiffiges Langhaus mit Tonnengewölbe und vier Seitenkapellen. San Gabriele Arcangelo wird in Sagama am 24. März und Ende Oktober gefeiert.
Zur religiösen Geschichte des Ortes gehören außerdem die Kirche Santa Croce aus dem 16. Jahrhundert und die N.S. del Carmelo, die als mittelalterlich gilt. Mitte Januar werden auf dem Platz der Kirche Santa Croce die Feuer des heiligen Antonius Abate entzündet. Die Jungfrau vom Berge Karmel wird in Sagama Mitte Juli gefeiert. So verteilen sich die genannten Feste über das Jahr und ergänzen die historischen Bauwerke um feste Termine im örtlichen Brauchtum.
Nuraghen und archäologische Spuren
Im Ortsgebiet liegt der Nuraghe Muristene nahe der Pfarrkirche. Der einschiffige Turm besitzt einen kreisförmigen Grundriss, eine Treppe, eine Zugangsnische und eine zentrale Kammer mit drei kreuzförmig angeordneten Nischen. Im Tal Badde Sagama ist außerdem der Nuraghe Funtanedda sichtbar; er hat einen polygonalen Grundriss.
Weitere archäologische Zeugnisse verteilen sich über das Gebiet von Sagama. Der Nuraghe Molineddu ist ein einschiffiger Turm mit kreisförmigem Grundriss und liegt nahe dem gleichnamigen Protonuraghen. Der Nuraghe Pascialzos gehört zu den heute sichtbaren archäologischen Überresten. Das Gigantengrab von Crasti Covaccadu befindet sich im Gebiet Terra d’Onore. Der Nuraghe Nuratolu ist rund um das Tal Badd'e Sagama belegt. An der Süd- und Nordseite des Ortes sind zudem Reste punischer, römischer und mittelalterlicher Befestigungsmauern sichtbar. In Badde Sagama, an der Grenze zu Tinnura, ist eine Allée couverte belegt.
Wege zwischen Meer, Natur und Geschichte
Ein integrierter archäologisch-kultureller Rundweg umfasst drei spezielle Routen. Sie führen vom Meer zu Natur- und Geschichtsgebieten im Landesinneren der Gemeinden Sagama, Scano di Montiferro, Tresnuraghes und Sennariolo. Zum Wegenetz gehören mehrere Maultierpfade, die „Caminos“ genannt werden und zu Fuß begangen werden können. Damit bietet die Umgebung nicht nur einzelne archäologische Punkte, sondern auch eine über mehrere Gemeinden angelegte Verbindung zwischen Küste, Landschaft und Geschichte.
Für die weitere Orientierung im selben Reiseumfeld können Sie auch Sa Rocca Tunda, Cabras, San Nicolò d'Arcidano, Abbasanta, Sorradile, S'archittu, Solarussa und Putzu Idu vergleichen.
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