Villanova Monteleone: Archäologie und Westküste
Einige Kilometer südlich von Villanova Monteleone befindet sich der Nuraghen-Park
Villanova Monteleone ist eine Ortschaft, die im Westen Sardiniens zu finden ist und rund 2.500 Einwohner zählt. Das Dorf Villanova Monteleone liegt landschaftlich sehr reizvoll im Inselgebirge Santa Maria. Villanova Monteleone kann zwar als ruhig und abgelegen, aber dennoch keinesfalls als langweilig bezeichnet werden. Schließlich befinden sich um Villanova nicht nur sehr viele, sondern auch einige der ältesten Zeugnisse früherer Ansiedlungen auf Sardinien. Zum Teil sind diese Ausgrabungsstätten auch heute noch aktiv, sprich es werden dank der unermüdlichen Arbeit der Archäologen ständig neue Erkenntnisse über das Leben auf Sardinien vor mehr als 5.000 Jahren gewonnen.
Einige Kilometer südlich von Villanova Monteleone befindet sich der Nuraghen-Park von Appiu. Mit den dortigen Ausgrabungen wurde erst im Jahr 2001 begonnen und werden aller Voraussicht nach auch noch einige Jahre fortgeführt werden. Bisher konnten die Fundamente von etwa 200 Häusern, zwei Dolmen, Teile eines Gigantengrabs, ein Steinkreis und die Nuraghe freigelegt werden. Auch wenn die Nuraghe äußerlich eher schlecht erhalten ist, so befinden sich die drei Räume im Inneren des Bauwerks in einem ganz passablen Zustand. Archäologen gehen davon aus, dass die Siedlung vor etwa 3.000 Jahren entstanden ist.
Ebenfalls südlich von Villanova Monteleone stoßen interessierte Touristen auf eine noch ältere Ausgrabungsstätte, die in etwa auf 3.500 v. Chr. datiert wird und damit in der Ozieri-Kultur erbaut worden sein dürfte. Dabei handelt es sich um die sogenannten “Domus de Janas“, zu deutsch Häuser der Feen, die sich in Puttu Codinu befinden und ursprünglich wohl als Grabstätte dienten. Es gibt Hinweise darauf, dass die “Domus de Janas“ nicht nur in einer Epoche als Friedhof diente, sondern dort bis um die Zeitenwende die Bewohner der Gegend um das heutige Villanova Monteleone ihre letzte Ruhe fanden.
Vor dem Hintergrund dieser hohen archäologischen Bedeutung des Dorfs, kann es Villanova Monteleone ganz gut verkraften, dass es auf Sardinien und in der näheren Umgebung Orte gibt, die den Touristen attraktivere Unterkunftsmöglichkeiten zu bieten haben. Über einen Mangel an Tagesgästen kann sich in Villanova Monteleone jedenfalls niemand beschweren. Darüber hinaus gibt es in Villanova Monteleone trotz der überschaubaren Größe immerhin drei Kirchen, denen nicht zuletzt aufgrund der edlen Holzaltäre auf jeden Fall ebenfalls ein Besuch abgestattet werden sollte.
Ort zwischen Bergen und Westküste
Villanova Monteleone liegt im Nordwesten Sardiniens zwischen dem Hinterland und der Küste. Der Ort passt zu Reisenden, die kleinere Gemeinden, Landschaft und archäologische Spuren abseits der großen Badeorte kennenlernen möchten. Für Stadtbesuche lassen sich Alghero, Bosa und Sassari in eine Rundfahrt einbeziehen. Die kurvigen Straßen machen realistische Fahrzeiten wichtiger als die reine Entfernung auf der Karte.
Archäologische Ziele mit Vorbereitung besuchen
Zu den bekannten Zielen in der Umgebung gehören der archäologische Komplex von Appiu und die Felsgräber von Puttu Codinu. Da Zugang, Führungen und Öffnungstage wechseln können, sollten Besucher die aktuellen Angaben vor der Anfahrt bei der Gemeinde Villanova Monteleone prüfen. Weitere Einblicke in Sardiniens Vorgeschichte bieten die Nekropole Anghelu Ruju, die Nuraghe Losa und Su Nuraxi bei Barumini.
Ausflug oder ruhiger Standort
Villanova Monteleone eignet sich sowohl als Tagesziel von Alghero oder Bosa als auch als ruhiger Standort für Fahrten durch den Nordwesten. Wer täglich baden möchte, sollte die Fahrt zur Küste bei der Unterkunftswahl berücksichtigen. Einen Überblick über weitere Ziele geben Sardiniens Regionen und Orte sowie die Seite zu den Küsten Sardiniens. Hinweise zur Reiseplanung stehen unter Sardinien Infos; verschiedene Unterkunftsarten lassen sich über die Unterkunftsübersicht vergleichen.
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