Bari Sardo: Küste, Natur und sardische Traditionen
Bari Sardo verbindet eine markante Küstenlandschaft mit prähistorischen Spuren, sardischen Festen und kulinarischen Traditionen. Wenn Sie für Ihre Reise zwischen Strandtagen, Naturerlebnissen und kulturellen Entdeckungen wählen möchten, finden Sie hier unterschiedliche Anknüpfungspunkte für Ihren Aufenthalt. Auch bei der Suche nach einer Unterkunft lässt sich der gewünschte Schwerpunkt klarer bestimmen: Küste, Natur, Geschichte oder Veranstaltungen.
Strand, Turm und vulkanische Küste
Die Spiaggia di Barì ist etwa 8 Kilometer lang und 100 Meter breit. Ein felsiges Vorgebirge mit der Torre di Barì teilt den Sandstrand in zwei Abschnitte. Dadurch besitzt die Küste einen deutlich gegliederten Charakter, bei dem sich der weitläufige Sandstrand und das historische Bauwerk unmittelbar als verschiedene Landschaftselemente erleben lassen.
Der Bau der Torre di Barì wurde 1572 vom Kapitän von Iglesias, Marco Antonio Camos, empfohlen, weil der Standort häufig von Korsaren aufgesucht wurde. Die Torre di Barì besteht aus lokalem Granit und Basalt, hat eine kegelstumpfförmige Gestalt und ist etwa 13 Meter hoch. Ihre Baugeschichte und ihre ungewöhnliche Form geben einem Aufenthalt an der Küste eine zusätzliche historische Perspektive.
Naturkundlich besonders gekennzeichnet ist der Küstenabschnitt, an dem das vulkanische Basaltplateau Teccu auf das Meer trifft. Die Region Sardinien hat ihn als Gebiet von erheblichem naturkundlichem Interesse, als Area di Rilevante Interesse Naturalistico (R.I.N.), anerkannt. Eine weitere Küstenoption ist die etwa 3 Kilometer lange Sandküste von Planargia. Sie erstreckt sich ausgehend von den Stränden Foddini und Tramalitza zwischen Cardedu und Bari Sardo bis zum als Sa Marina bekannten Abschnitt. An windigen Tagen wird sie zum Ziel für Wind- und Kitesurfer.
Prähistorische Spuren und Wege
Zu den bekanntesten Domus de janas von Bari Sardo gehört Funtana ‘e su Rettore. Die prähistorische Anlage stammt aus dem Zeitraum zwischen dem 5. und dem 3. Jahrtausend v. Chr. Damit ergänzt sie die Küstenerlebnisse um einen Einblick in eine deutlich ältere Epoche Sardiniens. Wer eine kurze Unternehmung mit einem kulturellen Ziel verbinden möchte, findet außerdem den Weg zum Nuraghe Sellersu: Er ist etwa 15 Minuten lang und hat einen niedrigen Schwierigkeitsgrad.
Feste, Handwerk und sardische Küche
Das kulturelle Jahr bringt eigene Anlässe mit. Im Juli wird in Bari Sardo im Rahmen des San-Giovanni-Fests die Sagra de Su Nenniri veranstaltet. Dabei wird die Vorbereitung von Gefäßen mit Weizenkeimlingen als agro-pastorale Tradition nachgestellt. Am Ende einer religiösen Prozession werden die Gefäße als Glückszeichen ins Meer geworfen; Luneddas, Menschen in historischer Kleidung sowie Saisonfrüchte und Pane pintau begleiten das Geschehen.
Im Juni werden bei der Fronleichnamsprozession handgefertigte Decken und Teppiche, die mit Webstühlen hergestellt wurden, an Balkonen und Fenstern ausgestellt. Im August rückt ein kulinarisches Fest zu Ehren der Culurgiones typische Erzeugnisse der Region sowie die kulinarische Tradition und Kultur von Bari Sardo und der sardischen Küste in den Mittelpunkt. Cosa Bona & Bariesa findet jährlich statt und widmet sich den kulinarischen Traditionen des Ortes mit Show-Cooking, Kursen, Workshops, Ausstellungen, Ausflügen und geführten Touren durch das Gebiet.
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