Ussassai: Natur, Kultur und regionale Entdeckungen
Naturerlebnisse zwischen Niala und Montarbu
Ussassai verbindet eindrucksvolle Landschaften mit einer eigenständigen Kultur und regionalen Spezialitäten. Besonders deutlich wird der Naturcharakter rund um den Bosco di Niala und Montarbu. Der Wald von Niala kann mit dem Fahrrad und zu Fuß erkundet werden. Mehrere Wege führen dorthin, darunter der Abschnitt Z20 des Sentiero Italia.
Wer eine anspruchsvollere Route sucht, findet mit Niala–Is Tostoinus–Is Càcaus eine Strecke mit dem Schwierigkeitsgrad E. Sie umfasst Wege, felsige Abschnitte und einige unbefestigte Teilstücke, ist etwa 12 km lang und weist rund 600 Höhenmeter auf. Bei Is Tostoinus bildet eine ganzjährig wasserführende Quelle einen kleinen See, den eine steinerne Fußgängerbrücke überquert. Eine Hütte des Typs „a pinnettu“ bietet Wanderern dort eine Möglichkeit zur Rast oder zum Biwak.
Auch Su Tuvu Nieddu verbindet eine markante Landschaftsform mit einem Ort für eine Pause: Ein Fluss hat dort im Laufe der Zeit eine natürliche Brücke aus Kalkstein herausgearbeitet. Der Bereich ist als Picknickplatz ausgestattet und verfügt über Quellen für frisches Trinkwasser. Vom Erfrischungslokal aus ist Su Tuvu Nieddu auch mit dem Auto erreichbar.
Wasser, Wald und Tierwelt
Die Sorgente di Milisai liegt in einem Wald aus Steineichen und Sträuchern der mediterranen Macchia. Sie befindet sich im Gebiet des SIC Monti del Gennargentu (ITB021103), das zum Natura-2000-Netz gehört. Ein Teil des Montarbu liegt im Gebiet von Ussassai; dieser Teil ist seit 1980 eine Wildtieroase. Zur dortigen Tierwelt gehören Hirsche, Wildschweine, Füchse, Eichhörnchen, Damhirsche und Mufflons. Entlang des Riu Donna Pruna wurden außerdem einheimische mediterrane Forellen festgestellt.
Damit stehen in Ussassai unterschiedliche Naturerlebnisse nebeneinander: Waldwege in Niala, Wasserstellen bei Is Tostoinus, die Kalksteinformation Su Tuvu Nieddu und die geschützte Landschaft des Montarbu. Für die Wahl einer Unterkunft können Sie deshalb zunächst überlegen, ob Sie vor allem Wanderungen, Naturbeobachtungen oder kulturhistorische Entdeckungen in den Mittelpunkt stellen möchten, ohne dass diese Orte zu einem einzigen Rundweg zusammengefasst werden müssen.
Historische Orte und lebendige Traditionen
Das Santuario campestre di San Salvatore stammt aus dem 12. Jahrhundert und wurde im romanisch-byzantinischen Stil errichtet. Der Überlieferung nach war es die Kirche von Trobigitei. Das Heiligtum ist von steinernen Cumbessias umgeben, die den Gläubigen während der Feierlichkeiten als Unterkünfte dienen.
Ein weiterer kultureller Höhepunkt ist Sa Coja Antiga, eine historische Nachstellung der traditionellen Hochzeit im Dorf, die zwischen Mitte und Ende August stattfindet. Auch die Ponte di Irtzioni, die ebenfalls Ponte di San Girolamo genannt wird, gehört zur Geschichte der Umgebung. Die Eisenbrücke stammt aus dem späten 19. Jahrhundert und gilt für viele als einer der charakteristischsten Abschnitte des vom touristischen Zug befahrenen Netzes.
Äpfel und lokale Küche
Bei der Sagra della Mela Ende Oktober stehen die rotwangigen Äpfel von Ussassai im Mittelpunkt. Zur Veranstaltung gehören auch kulinarische Spezialitäten: Verkostet werden unter anderem Culurgiones cun sa mècuda und Is coccois prenas. So ergänzt die lokale Küche die Natur- und Kulturerlebnisse um einen eigenen saisonalen Schwerpunkt.
Wenn Sie Ihre Auswahl auf weitere Orte ausdehnen möchten, finden Sie hier Bari Sardo, Ilbono, Girasole, Ulassai, Triei, Tortoli, Lanusei und Cardedu.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Ogliastra.
Preise, Verfügbarkeit und Ausstattung für Ihren Reisetermin direkt bei Booking.com prüfen.
Unterkünfte und Angebote ansehenAnzeige · Partnerlink zu Booking.com
