Gairo: Grotten, Wanderwege und Küste
Gairo zwischen Höhlen, Wanderwegen und Küste
Gairo verbindet eindrucksvolle Natur mit archäologischen Spuren, besonderen Landschaften und festen Traditionen. Ein prägendes Erlebnis ist die Grotta Taquisara in Gairo Taquisara, einem Ortsteil der Gemeinde Gairo Sant'Elena. Dort führt ein etwa 250 Meter langer touristischer Rundgang über einen gesicherten Steg durch die Höhle. Stalaktiten, Stalagmiten und Aragonitablagerungen geben dem Besuch eine eigene geologische Handschrift.
Wanderwege mit unterschiedlichen Themen
Für aktive Tage bietet die Route Gairo Taquisara–Perdu Isu–Flumini de Tula, als T-102A ausgewiesen, eine klar beschriebene Wanderstrecke. Sie ist 5,4 Kilometer lang; als Gehzeit sind 1 Stunde und 45 Minuten ausgewiesen. Ein kurzer Abstecher führt zum Nuraghen Perdu Isu. Die Route verläuft außerdem durch das als Valle dei Tassi bekannte Gebiet, dessen Name als „Tal der Eiben“ bezeichnet wird. So verbindet dieser Weg Naturraum und archäologische Entdeckung, ohne dass beide Eindrücke voneinander getrennt erlebt werden müssen.
Ein weiteres markantes Ziel ist Perda 'e Liana. Mit 1.293 Metern ist dieser Berg der höchste der zahlreichen Tacchi von Ogliastra. Der Rundweg Perda 'e Liana liegt im Gebiet von Gairo Sant'Elena und führt zu einem Kalksteinturm an einem Knotenpunkt, an dem sich die Wege der Ogliastra treffen. Der Kalksteinturm bildet damit das konkrete Ziel einer Landschaft, die zugleich durch ihre Höhe und ihre geologische Form auffällt.
Natur, Archäologie und Ortsgeschichte
Auch Is Tostoinus erweitert das Bild von Gairo um eine archäologische Dimension. Die Stätte ist vollständig von einem typischen Steineichenzaun umgeben und wird von einem üppigen Steineichenwald beschattet. Einen historischen Kontrast dazu bildet Gairo Vecchio: Der Ort wurde aus Sicherheitsgründen schrittweise aufgegeben, die letzten Bewohner verließen die Häuser im darauffolgenden Jahrzehnt.
Am Monte Ferru folgt ein markierter Weg einem Bachlauf zu natürlichen Becken. Dort gibt es Picknickbereiche; das Gebiet ist als Gebiet von gemeinschaftlicher Bedeutung eingestuft. Das Wasser der Becken ist rein, klar und sehr kühl und eignet sich für ein erfrischendes Bad. Damit stehen in Gairo neben längeren Wanderungen auch Naturziele mit einem anderen Rhythmus zur Verfügung.
Die Küste bei Marina di Gairo
Zur landschaftlichen Vielfalt gehört Coccorrocci in der Marina di Gairo. Der Strand ist vier Kilometer lang und besteht aus rund geschliffenen Porphyrkieseln. Su Sirboni erreichen Sie über die panoramische Staatsstraße SS 125 nach Gairo und anschließend nur zu Fuß von der Straße aus. Diese beiden Orte ergänzen die Berg- und Höhlenerlebnisse um einen Küstenaspekt, bleiben dabei aber durch ihre jeweils ausdrücklich beschriebene Landschaft und Erreichbarkeit unterscheidbar.
Feste im Jahreslauf
Gairo besitzt auch einen festen kulturellen Kalender. Zu Pfingsten finden dreitägige Feierlichkeiten zu Ehren des Heiligen Geistes statt. Am ersten Sonntag im August werden Feierlichkeiten zu Ehren der Madonna della Neve abgehalten. Wer den Ort nicht nur über Natur und Geschichte kennenlernen möchte, findet damit zwei klar benannte religiöse Traditionen im Jahresverlauf.
Weitere Orte zur Recherche
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